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Die optimale Schlafdauer finden?

Messgerät

Taktgeber Arbeit

Mit Beginn der Industrialisierung schliefen wir zunehmend schlechter. Elektrisches Licht ermöglichte sozusagen Tag und Nacht arbeiten zu können. Die Arbeit bestimmte den Tagesablauf. Ökonomisch ein Fortschritt, für die Chronobiologie des Menschen ein Rückschritt.
Der Schlafrhythmus unserer Vorfahren verlief ganz anders als es heute der Fall ist. Vor dieser Zeit schlief der Mensch in mehreren Phasen. Während dieser Wachphasen stand man auf um irgendeiner Tätigkeit nachgehen zu können. Häufig waren es auch Tätigkeiten, mit positiver Ausrichtung, wie z.B. Beten, Gespräche oder einfach nur Nachdenken.

Wie viele Stunden Schlaf brauchen wir?

Allgemein hat sich die Aussage verfestigt, dass die optimale Schlafdauer mindestens 8 Stunden betragen sollte. Der Großteil der Bevölkerung schläft jedoch nur zwischen 6 und 7 Stunden pro Nacht. Laut aktuellen Studien zum Thema Schlaflänge, reichen bei Erwachsenen bereits 7 Stunden Schlaf.
Trotzdem kann die optimale Schlafdauer von Mensch zu Mensch schwanken. Häufig kann man anhand von Signalen eine suboptimale Schlafdauer erkennen. Anzeichen für Schlafstörungen sind u.a. verstärkte Tagesmüdigkeit, Unkonzentriertheit, Diabetes, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme und schlechte Laune.

Die optimale Schlafdauer hängt primär vom Alter ab

Die Kollegen von der Schlafkampagne, haben hierzu einen schönen kleinen Rechner veröffentlicht. Dieser Schlafrechner soll ein wenig sensibilisieren und kumuliert Schlafmangel bzw. Schlafüberschuss über einen Zeitraum von 6 Monaten veranschaulichen. Als Grundlage dienen die aktuell empfohlenen Schlafstunden je Altersgruppe.

Regeln sind nicht alles

Grundsätzlich gilt es auf seinen Körper zu hören. Wir gähnen nicht grundlos! Power-Naps oder kurze Nickerchen sind übrigens nicht in diesen Studien beachtet worden. Schläft man also nicht „nach Norm“, gönnt sich aber Power-Naps, so kann das für das eigene Wohlbefinden sogar durchaus besser sein.

Urlaub fürs Selbststudium nutzen

Nutzen Sie Ihren Urlaub für Ihre persönliche Analyse. Gehen Sie ins Bett wenn Sie müde sind und verzichten Sie am Abend auf Alkohol und Zigaretten. Schlafen Sie so lange, bis Sie ohne Wecker aufwachen. Addieren Sie von an allen 3 Tagen Ihre Schlafstunden. Ermitteln Sie daraus einen Mittelwert. Dieser Wert zeigt Ihnen, wie viele Stunden Ihr Körper für einen erholsamen Schlaf benötigt, damit Sie ausgeruht und fit in den Tag starten können.

Tipp

Versuchen Sie sich konsequent an diesen Mittelwert zu orientieren. Auch am Wochenende. So schlafen Sie nachts besser ein und stehen morgens einfacher auf.

Irrglaube Schlafdauer

Allgemein wird die Schlafdauer mit der Schlafqualität verwechselt. Für die Schlafqualität und zur Vermeidung von Schlafstörungen sollten Sie alles tun, damit sie entspannt und möglichst schmerzfrei ruhen können. Solche Störfaktoren können u.a. Schnarchen, nächtliche Schmerzen und Unruhe sein. Vor allem Schnarchen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Betroffene fühlen sich nicht selten trotz ausreichender Schlafdauer am nächetn Morgen wie gerädert.

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