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Hilfe, mein Kind schnarcht

Bay schläft

Viele kennen die nächtlichen Schnarchkonzerte, sei es vom Partner oder dem Hund. Doch was mache ich, wenn aus dem Kinderzimmer auch die Wälder abgeholzt werden? Zunächst ist es erstmal nichts ungewöhnliches, dass Kinder oder sogar Säuglinge schnarchen. Schnarchen wird erst relevant, wenn es regelmäßig auftritt, jede zweite oder sogar jede Nacht. So zeigt eine Statistik, dass ca. die Hälfte aller Kinder gelegentlich schnarchen, 9% jede Nacht und sogar bereits 6% der Säuglinge. Eltern sollten aber trotzdem stets ein Auge auf die doch sehr ungewohnten Geräusche ihrer Kinder haben.

Säuglingsschnorcheln

Dass Kinder häufig schnarchen, hat vor allem anatomische Gründe. Bei Säuglingen sind die Atemwege noch sehr eng, wodurch ihre Atmung oft von Geräuschen begleitet wird. Man spricht hier auch vom sogenannten „Säuglingsschnorcheln“. Während der Säuglingsphase durchlaufen die Kleinen eine sehr schnelle Entwicklung. Defizite in bestimmten Entwicklungsphasen können so kurzfristig auftreten. Bis zum ersten Geburtstag sollte sich die Situation aber gelegt haben.

Erkältung

Sobald Kinder unter einer Infekten der Atemwege leiden, schwellen in der Regel die Schleimhäute oder Mandeln im Nasen-Rachen-Bereich an. Die Folge, Schnarchen. Hier kann man folglich von einer zeitlich eingeschränkten Schnarchsituation sprechen.

Allergien / Hausstaubmilben

Eine weitere Ursache können Allergien sein. Dies sollte man auf jeden Fall untersuchen lassen. Hausstaubmilben zum Beispiel, lassen die Schleimhäute anschwellen, sodass die Atemwege sich verengen.

Nasenpolypen

Eine häufige Ursache von schnarchenden Kindern sind vergrößerte Polypen. Nasenpolypen sind eine gutartige Wucherung, die sich in der Schleimhaut des Nasenkanals entwickelt und die Atemwege verengt. Auch Asthmatiker neigen eher zum Schnarchen.

Krumme Nasenscheidewand

Zwischen dem linken und rechten Nasenloch liegt die Nasenscheidewand. Sie besteht aus Knochen und Knorpel und ist empfindlich. Ein Fußball ins Gesicht, ein Schlag oder sogar schon während der Geburt, kann die Nasenscheidewand verkrümmen. Auch das sogenannte Marfan-Syndrom, eine Bindegewebserkrankung, kann eine Verkrümmung der Scheidewand verursachen. Diese Krankheit wird bei der Geburt durch die Gene der Familie weitergegeben. Häufiges Nasenbluten kann ebenfalls ein Indiz für eine Verkrümmung sein.

Atemaussetzer / Schlafapnoe

Regelrechte Atemaussetzer sind gefährlich und sollten zeitnah untersucht werden. Der daraus resultierende Sauerstoffmangel verhindert, dass das Kind die wichtigen Tiefschlafphasen erreicht. Zähne-Knirschen, Bettnässen und dauerhafte Mundatmung sind weitere Anzeichen.

Tipp: Stellt man als Eltern fest, dass das eigene Kind häufig schnarcht oder sogar Atemaussetzer hat, so sollten sie davon ein Video oder eine Tonaufnahme machen und Ihrem Kinderarzt zeigen. Beurteilt der Kinderarzt das Schnarchen als kritisch, wird er Sie an einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt verweisen. Dort kann dann der Ursache näher auf den Grund gegangen werden.

Übergewicht

Auch Übergewicht begünstigt das Schnarchen durch Einlagerung von Fett, auch im Bereich der Atemwegsorgane. Hier muss allerdings abgeklärt werden, was die eigentliche Ursache ist, denn beides kann Symptom oder Folge
des Anderen sein.

Passivrauchen

Passiv rauchende Kinder, bei denen ein Elternteil oder sogar beide im Beisein des Kindes rauchen, sind ebenfalls gefährdete Schnarcher.

Wie kann ich die Symptome erkennen?

Manchmal bekommt man das Schnarchen der Kleinen nicht immer mit. Kinder, welche regelmäßig nicht genügend Tiefschlafphasen erreichen, zeigen häufig die nachfolgenden Symptome:

  • Kraftlosigkeit und Konzentration
    Unausgeschlafene Kinder können sich weniger gut konzentrieren und leiden verstärkt unter Tagesmüdigkeit.

  • Hyperaktivität oder aggressives Verhalten
    Ihr Kind kompensiert den Schlafmangel mit aggressivem Verhalten oder starker Unruhe.

  • Lernstörungen
    Fallen die schulischen Leistungen ab, kann Schlafmangel eine Ursache sein. Ihr Kind ist dann tagsüber häufig müde, welches zu einer verringerten Konzentrationsfähigkeit führt.

  • Infektanfälligkeit
    Ihr Kind ist häufig krank. Fehlt es Kindern an Schlaf, so steigt automatisch auch die Wahrscheinlichkeit krank zu werden. Ein unausgeruhter Körper reagiert deutlich schneller auf äußere Einflüsse, als ein erholter. Kinder die Schnarchen leiden weit häufiger an Erkältungen oder grippalen Infekten.

  • Gesundheitliche Probleme
    Neben der allgemeinen Infektanfälligkeit sind bei schnarchenden Kindern häufig auch andere gesundheitliche Verschlechterungen festzustellen. Dazu zählen beispielsweise veränderte Blutfettwerte, Insulinresistenz, starkes Untergewicht bzw. Fettleibigkeit oder auch Bluthochdruck.

  • Starkes Schwitzen im Schlaf
    Fällt Ihnen morgens verschwitzte Bett- oder Nachtwäsche der Kleinen auf, kann dies auch ein Snzeichen für Schnarchen sein.

Photo by Dakota Corbin on Unsplash

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Was kann man gegen das Schnarchen des Partners tun?

Schnarchen beim Schlafen

Als Schnarcher enttarnt, von nicht betroffenen belächelt und verspottet und vom Schlafpartner geächtet, hat man es selbst auch nicht leicht. Dazu kommt, dass die nächtliche Geräuschkulisse des Schnarchers zum Beziehungskiller werden kann.

Wie geht man mit der Situation um?

Helfen Sie sich und Ihrem Partner indem Sie über das Schnarchen reden. Schnarchen ist ein Thema, welches auch sehr belastend für eine Beziehung werden und außerdem für beide Seiten zu gesundheitlichen Problemen führen kann. In jeder sechsten Partnerschaft ist das Schnarchen – meist allerdings indirekt – die Ursache für Streit und Beziehungsprobleme.

Wenig erholsamer Schlaf oder permanentes unausgeschlafen sein ist nicht nur eine gesundheitliche Belastung, sondern führt außerdem zu schlechterer Stimmung … und damit ist ein Streit so gut wie vorprogrammiert. Laut einer Umfrage verlieren ca. 70 Prozent aller Menschen, mit einem schnarchenden Partner, pro Nacht ca. zwei Stunden Schlaf. Dabei ist ein erholsamer Schlaf wirklich wichtig.

Was also tun?

Es gibt simple Wege, dem Schnarchen des Bettpartners aus dem Weg zu gehen. Die natürliche Reaktion und somit spontane erste Lösung „des lauten Problems“ ist in der Regel das Anstoßen oder Aufwecken des Partners. Optimal ist dies allerdings nicht, da somit auch der Schlafrhythmus des Schnarchers gestört wird.

Ein guter Weg ist oftmals auch einfach ein offenes Gespräch, welches unbedingt konstruktiv sein und mit Fingerspitzengefühl angegangen werden sollte. Versuchen Sie daher, keine Vorwürfe zu formulieren.

Erklären Sie Ihrem Partner, wie belastend sein Schnarchen für sie ist. Teilen Sie ihm mit, dass Sie kaum noch richtig schlafen können und daher nicht erholt aufwachen und auch etwas gereizt sind. Verdeutlichen Sie, dass sein Schnarchen langfristig Ihrer ggf. auch beider Gesundheit beeinträchtigen kann, da Ihnen ein erheblicher Teil Ihres gesunden Schlafs fehlt.

Denn hinter dem Schnarchen kann sich ein Schlafapnoe-Syndrom verstecken beziehungsweise es kann sich eine krankhafte Form des Schnarchens entwickeln. Bei entsprechendem Verdacht schlagen Sie ggf. dann auch einen Arzttermin zur Abklärung vor.

Machen Sie konstruktive Vorschläge. Sie könnten zum Beispiel gemeinsam einen Fragebogen zur Schlafdiagnostik im Internet ausfüllen.

Sprechen Sie Änderungen in Ihrem gemeinsamen Verhalten an. Dazu gehört beispielsweise vor dem Zubettgehen keinen Alkohol mehr zu trinken oder sich gesünder zu ernähren und Sport zu treiben und suchen Sie nach geeigneten Hilfsmitteln. Sehen Sie sich dazu gerne in unserem Sortiment um.

Hier im Shop finden Sie Hilfsmittel für Mund und Nase wie, z.B. Anti-Schnarchschienen, Nasenklammern, Rückenlageverhinderungsprodukte, Trainingsprodukte für den Gaumen / Zäpfchen sowie Ohrenstöpsel.

Manchmal müssen aber auch leider getrennte Schlafzimmer herhalten. Aber das sollte man zunächst versuchen zu vermeiden.

Foto „Schnarchen beim Schlafen“ Erwin Wodicka / Fotolia 41470888

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Gesunder Schlaf – Schlafphasen verständlich erklärt

Wecker

Unser Schlaf besteht aus unterschiedlichen Schlafphasen, in denen im Körper unzählige Verarbeitungsprozesse stattfinden.

Während wir schlafen, verarbeitet unser Gehirn alles das, was am Tag erlebt und gelernt wurde. So werden auch unsere neuen Lernerfahrungen während des Schlafes unbewusst noch einmal wiederholt und geordnet und anschließend im Langzeitgedächtnis gespeichert.

Außerdem regeneriert sich auch unser Körper im Schlaf. Schlechter Schlaf, Schlafmangel und/oder Schlafstörungen schwächen daher unser Immunsystem. Schlafmangel oder -störungen können auf lange Sicht zu Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, aber auch zu psychischen Problemen, wie z.B. Depressionen und Angststörungen führen.

Aber wie sieht nun ein erholsamer, gesunder Schlaf aus?

Von einem erholsamen Schlaf spricht man bei ungestörter Abfolge der verschiedenen Schlafstadien bzw. -phasen, in denen der Schläfer sich körperlich als auch geistig erholen kann. In der Nacht wiederholen sich mehrmals verschiedene Schlafphasen. Um es nicht zu kompliziert zu machen, differenzieren wir hier nachfolgend drei Phasen, die zusammengenommen einen Schlafzyklus von etwa 90 Minuten ergeben.

Leichtschlafphase

Die Leichtschlafphase wird auch oberflächlicher Schlaf genannt. Dieses Stadium beginnt unmittelbar nach dem Einschlafen und kennzeichnet den Beginn unseres Schlafes. Unsere Muskeln entspannen sich. Wir befinden uns jetzt sozusagen in der Übergangsphase zu den erholsamen Phasen des Schlafes. Wir Menschen verbringen in etwa die Hälfte der Schlafzeit in der Einschlafphase sowie in der anschließenden Phase oberflächlichen Schlafes. Auch diese Schlafphase ist wichtig für das Lernen und das Verarbeiten von Informationen.

Tiefschlafphase

Nun folgt die Phase des mitteltiefen Schlafes, die zur Tiefschlafphase führt. Die Tiefschlafphase wird auch als Non-REM-Phase betitelt. In diesem Schlafstadium finden kaum bis keine Augenbewegung statt. Hier schaltet sich der Körper langsam auf einen “Standby-Modus”. Dies bedeutet: Unsere Körpertemperatur und der Blutdruck sinken, die Atemfrequenz und der Herzschlag verlangsamen sich.

Da wir in dieser Phase nur sehr schwer aufzuwecken sind, spricht man hier vom Tiefschlaf. Diese Phase ist besonders wichtig für einen erholsamen Schlaf. Zu Beginn der Nacht haben die Schlafzyklen einen hohen Tiefschlaf-Anteil. Dieser nimmt im Laufe der Nacht ab. Auf die Tiefschlafphase folgt dann wiederum eine Phase leichteren Schlafs.

Traumschlafphase

Nach einer Leichtschlafphase folgt dann der „REM-Schlaf“, auch Traumschlafphase genannt. REM steht als Abkürzung für „Rapid Eye Movement“, was schnelle Augenbewegungen unter den Lidern bedeutet.

Unser Nervensystem ist in dieser Phase besonders aktiv, gleichzeitig erschlaffen aber auch sämtliche unserer Muskeln. Das typische Muskel-Zucken, welches oftmals während der Einschlafphase auftritt, ist hier nicht mehr möglich. Wir träumen und sind in diesem Stadium leicht zu wecken.

Die Chronologie unserer Schlafphasen, also dieser Zyklus, wiederholt sich während des Schlafs immer wieder, verändert dabei aber seinen Charakter. Der Tiefschlaf überwiegt in der ersten Hälfte. In der zweiten Hälfte des gesamten Schlafes (in der Regel also in den frühen Morgenstunden), erhalten wir mehr REM-Schlaf, da die REM-Phasen während des Schlafens zunehmen. Der REM-Anteil an der Gesamtschlafdauer beträgt übrigens insgesamt rund 20 Prozent.

In welchen Schlafphasen schnarchen wir?

Einfaches, soll heißen nicht krankhaftes, Schnarchen tritt in allen Phasen des Schlafs gleich häufig auf. Bei schlafbezogenen Atmungsstörungen und insbesondere bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA) sieht die Situation allerdings anders aus. OSA tritt stärker während der REM-Phasen (also in der Traumphase) auf. In dieser Phase erschlafft die Muskulatur aufgrund neurologisch gesteuerter Beeinträchtigungen besonders stark – also auch die Muskeln in den oberen Atemwegen. Auch in der Tiefschlafphase tritt OSA häufig auf.

Dies erklärt sich folgendermaßen:
Die auf die Atemaussetzer folgenden spontanen Weckreaktionen (ein überlebenswichtiger und natürlicher Vorgang) reißen den betroffenen OSA-Schnarcher meist aus seiner Tiefschlaf-/REM-Phase. Dieser Umstand sorgt außerdem dafür, dass dann entsprechend zu wenig Schlafzeit in der Tiefschlafphase und der REM-Phase verbracht wird. Eine ausreichende Regeneration ist somit im Schlaf oftmals nicht gegeben. Verschiedenen Mediziner sprechen daher sogar von einer eigenen “REM-bezogenen obstruktiven Schlafapnoe”, die auch leider im Verdacht steht, eine gewichtige Rolle bei der Herausbildung Typ 2 Diabetes zu sein.

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Ratgeber gegen Schnarchen und Schlafapnoe

Mediziner

45% aller Erwachsenen schnarchen gelegentlich und 25% schnarchen regelmäßig. Schnarchen kann durch verschiedene Therapiemöglichkeiten verhindert bzw. reduziert werden. Nachfolgend geben wir Ihnen einen kleinen Überblick zu den Möglichkeiten. Allgemein sollte man diese Thematik nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn es kann auf Dauer zu schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden führen. Ein Besuch beim Hausarzt ist auf jeden Fall eine gute Wahl.

Inhaltverzeichnis


Lageverhinderung

Informationen zur Lageverhinderung

Anwendungsgebiet
Ideal für Rückenschnarcher und leichte Apnoe

Ziel
Das Schlafen in der Rückenlage so weit es geht zu vermeiden. Durch die Rückenlage entspannt sich die Muskulatur des Gaumens und des Rachens und die Zunge fällt nach hinten. Dies hat zur Folge, dass das Schnarchen und die Schlafapnoe begünstigt wird. Hilfsmittel zur Lageverhinderung helfen Betroffene sich nicht so leicht auf den Rücken wälzen können.

Mögliche Hilfe

  • T Shirt (Somnoshirt)
    Eine harte Rolle auf dem Rücken blockiert das Umdrehen. Eine einfache und preiswerte Lösung, welche aber auch in der Nacht verrutschen kann.
  • Nachtwächter
    Harter Kasten der durch die Weste sehr stabil anliegt. Ein Umdrehen im Bett ist nur durch leichtes Anheben möglich. Hierdurch kann der Schläfer zwischenzeitlich aufwachen.
  • RLV Weste
    Das Original aus dem Schlaflabor. Durch die halbrunde Form kann sich der Schläfer einfacher auf die andere Seite drehen ohne wach zu werden.

Nase

Verbesserung der Nasenatmung

Anwendungsgebiet
Ideal für Nasenschnarcher und leichte Schnurrer und Schnarcher

Ziel
Unabhängig von der Schlaflage ist es das Ziel, den Luftstrom durch die Nasenatmung zu verbessern. Dadurch wird verhindert, das Betroffene Ihren Mund weniger öffnen und eine Austrocknung des Rachenraums verhindert.

Mögliche Hilfe

  • Nasenspirale (Isotronic)
    Die Luftversorgung der Nase wird entscheidend verbessert und führt zu Wohlbefinden durch freies Atmen.
    Dieses Produkt wird auch gerne über den Tag von Sportlern verwendet. Nach Erstanwendung ca. 3 Monate verwendbar.
  • Nasenspreizer/Nasendilatator (Airmax)
    Ähnlich wie bei einer Nasenspirale wird auch hier die Luftzufuhr durch die Nase verbessert. Die Spreizung der Nasenflügel ist hier aber deutlich größer. Nach Erstanwendung ca. 3 Monate verwendbar.
  • Nasenklammern (Nozovent)
    Hebt die Nasenflügel an, wodurch die Nasenöffnung erweitert wird. Tiefe und sichere Spreizung.
    Nach Erstverwendung ca. 4 Wochen bei täglicher Anwendung verwendbar.
  • Nasensprays / Nasentropfen
    Befeuchtet das Muskelgewebe und hat eine abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute. Erhältlich in Apotheken oder Drogeriemärkten.

Mund

Produkte für den Mund

Anwendungsgebiet
Für starke Schnarcher und Menschen mit Überbiss. Teilweise auch gehen Zähneknirschen (Bruxismus).

Ziel
Verhindert, dass der Zugengrund nach hinten fällt und den Rachen verschließt. Hierduch werden Atemaussetzer (Apnoe) verringert.

Mögliche Hilfe

  • Mundschiene (Sleep Tight / Easifit)
    Ideal zum Testen der Verträglichkeit etwas „im Mund zu haben“.
  • Mundschiene (Somnoguard AP2)
    Gegen Zähneknirschen, Schnarchen und leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe.
  • Mundschiene (Silensor)
    Individuell angepasstes Produkt, welches speziell durch Ihren Zahnarzt angepasst wird. Sehr hoher Tragekomfort. Gegen Schnarchen und leichter bis mittelschwerer Schlafapnoe.
  • Mundschiene (NMS Clip)
    Schiebt den Unterkiefer geringfügig nach vorne und bewirkt dadurch eine Straffung des gesamten Mund- und Gaumenbereichs. Gegen Schnarchen und Zähneknirschen.
  • Rachensprays
    Befeuchten das Gewebe im Rachenraum und erhöhen dort die Spannung der Muskulatur. Folge kann eine Linderung des Schnarchens durch reduzierte Vibrationen sein. Erhältlich in Apotheken oder Drogeriemärkten.
  • Anti-Schnarch-Bänder (Dr. Winkler Anti-Schnarch-Band)
    Verhindern, dass der Mund im Schlaf geöffnet wird und der Mund-Rachenraum austrocknet.

CPAP

Anwendungsgebiet
Gegen Schlafapnoe.

Ziel
Durch eine spezielle Beatmungsform mit einer Maske, können Betroffene Ihre Atemtiefe, Atemfrequenz und den Luftdurchfluss bestimmen. Diese Therapieform beugt vorübergehende Atemstillstände während des Schlafens vor.
Bei der CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure ) wird während des Schlafens kontinuierlich Atemluft mit einem leichten Überdruck zugeführt.

Mögliche Hilfen

  • CPAP Masken

Elektronische Hilfen

Anwendungsgebiet
Gegen leichtes mit mittleres Schnarchen.

Ziel
Diese Hilfen überwachen in der Regel den Schlaf. Sobald Betroffene anfangen zu Schnarchen oder eine bestimmte Position einnehmen, wird ein Impuls ein kleiner Reiz gesendet, sodass der Schläfer (leicht) aufwacht und so z.B. seine Liegeposition verändert.

Mögliche Hilfen

  • Geräte zur Überwachung der Liegeposition. Sie erkennen, ob Betroffene in die Rückenlage wechseln wollen und geben einen Vibrationsreiz ab (SNOOOR SCHLAF-POSITIONSTRAINER).
  • Geräte, welche den Schlaf aufzeichnen. Optimal zur Früherkennung. Viele Menschen (vor allem alleinstehende) haben keine objektiven Informationen über Ihren Schlaf. Häufig wird die Schlafdauer auch mit der Schlafqualität verwechselt. Ob aber elementare Tiefschlafphasen überhaupt erreicht worden sind, kann nicht genau gesagt werden. Elektronische Hilfen dieser Art messen zudem häufig den Sauerstoffgehalt, den Puls, die Atemfrequent usw. (BodiMetrics TM CIRCUL Schlaf- und Fitnessring).

Training

Anwendungsgebiet
Gegen leichtes bis mittleres Schnarchen.

Ziel
Durch Übungen kann die Zungen- und Rachenmuskulatur gestärkt werden. Ein einfaches Hausmittel wäre z.B. singen. Die Schwierigkeit an solchen Hausmittelchen wird vermutlich für viele die Kontinuität sein. Ziehe ich meine Übungen wirklich konsequent durch? Hier können Trainingshilfen die Motivationskurve evtl. erhöhen, wenn ich z.B. das Produkt gut sichtbar bereit halte.

Mögliche Hilfe

  • Trainingshilfe (Dream Sipper)
    Eine Art Trinkhalm der durch den notwendigen Ansaugdruck die Zungen- und Rachenmuskulatur stärkt. Eine preiswerte Trainingshilfe.

Selbsthilfegruppen

Anwendungsgebiet
Betroffene mit Schlafapnoe.

Ziel
In vielen deutschen Städten finden Betroffene tatkräftige Unterstützung in Selbsthilfegruppen. Sinn solcher Selbsthilfegruppen ist der Erfahrungsaustausch untereinander.

Mögliche Hilfe


Operation

Anwendungsgebiet
Bei starkem Schnarchen und schwerer Schlafapnoe (Atemaussetzer)

Ziel
In manchen Fällen ist eine Operation unumgänglich. Verglichen mit den lebenslangen Auswirkungen der Schlafapnoe ist eine Operation aber oft die bessere Entscheidung. Solche Operationen werden häufig bei anatomische Besonderheiten im Hals- und Rachenbereich durchgeführt. Ursachen können vergrößerte Mandeln oder Polypen, Fehlstellung im Kiefer- oder der Nasenscheidewand sein. Bei einer obstruktiven Schlafapnoe wird häufig zur Straffung des Gaumens die Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP) angewendet. Bei diesem Verfahren wird überflüssiges Fett- und Bindegewebe im Rachen entfernt.

Mögliche Hilfe

  • Fachärzte

Foto: Photo by humberto chavez on Unsplash

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Die optimale Schlafdauer finden?

Messgerät

Taktgeber Arbeit

Mit Beginn der Industrialisierung schliefen wir zunehmend schlechter. Elektrisches Licht ermöglichte sozusagen Tag und Nacht arbeiten zu können. Die Arbeit bestimmte den Tagesablauf. Ökonomisch ein Fortschritt, für die Chronobiologie des Menschen ein Rückschritt.
Der Schlafrhythmus unserer Vorfahren verlief ganz anders als es heute der Fall ist. Vor dieser Zeit schlief der Mensch in mehreren Phasen. Während dieser Wachphasen stand man auf um irgendeiner Tätigkeit nachgehen zu können. Häufig waren es auch Tätigkeiten, mit positiver Ausrichtung, wie z.B. Beten, Gespräche oder einfach nur Nachdenken.

Wie viele Stunden Schlaf brauchen wir?

Allgemein hat sich die Aussage verfestigt, dass die optimale Schlafdauer mindestens 8 Stunden betragen sollte. Der Großteil der Bevölkerung schläft jedoch nur zwischen 6 und 7 Stunden pro Nacht. Laut aktuellen Studien zum Thema Schlaflänge, reichen bei Erwachsenen bereits 7 Stunden Schlaf.
Trotzdem kann die optimale Schlafdauer von Mensch zu Mensch schwanken. Häufig kann man anhand von Signalen eine suboptimale Schlafdauer erkennen. Anzeichen für Schlafstörungen sind u.a. verstärkte Tagesmüdigkeit, Unkonzentriertheit, Diabetes, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme und schlechte Laune.

Die optimale Schlafdauer hängt primär vom Alter ab

Die Kollegen von der Schlafkampagne, haben hierzu einen schönen kleinen Rechner veröffentlicht. Dieser Schlafrechner soll ein wenig sensibilisieren und kumuliert Schlafmangel bzw. Schlafüberschuss über einen Zeitraum von 6 Monaten veranschaulichen. Als Grundlage dienen die aktuell empfohlenen Schlafstunden je Altersgruppe.

Regeln sind nicht alles

Grundsätzlich gilt es auf seinen Körper zu hören. Wir gähnen nicht grundlos! Power-Naps oder kurze Nickerchen sind übrigens nicht in diesen Studien beachtet worden. Schläft man also nicht „nach Norm“, gönnt sich aber Power-Naps, so kann das für das eigene Wohlbefinden sogar durchaus besser sein.

Urlaub fürs Selbststudium nutzen

Nutzen Sie Ihren Urlaub für Ihre persönliche Analyse. Gehen Sie ins Bett wenn Sie müde sind und verzichten Sie am Abend auf Alkohol und Zigaretten. Schlafen Sie so lange, bis Sie ohne Wecker aufwachen. Addieren Sie von an allen 3 Tagen Ihre Schlafstunden. Ermitteln Sie daraus einen Mittelwert. Dieser Wert zeigt Ihnen, wie viele Stunden Ihr Körper für einen erholsamen Schlaf benötigt, damit Sie ausgeruht und fit in den Tag starten können.

Tipp

Versuchen Sie sich konsequent an diesen Mittelwert zu orientieren. Auch am Wochenende. So schlafen Sie nachts besser ein und stehen morgens einfacher auf.

Irrglaube Schlafdauer

Allgemein wird die Schlafdauer mit der Schlafqualität verwechselt. Für die Schlafqualität und zur Vermeidung von Schlafstörungen sollten Sie alles tun, damit sie entspannt und möglichst schmerzfrei ruhen können. Solche Störfaktoren können u.a. Schnarchen, nächtliche Schmerzen und Unruhe sein. Vor allem Schnarchen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Betroffene fühlen sich nicht selten trotz ausreichender Schlafdauer am nächetn Morgen wie gerädert.

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